Sportbuch des Monats


Rassismuserfahrungen, sportliche Erfolge, die vergebliche Suche nach dem eigenen Vater, ein Gefängnisaufenthalt für eine Straftat, die er nicht begangen hat, ein Suizidversuch, Alkoholprobleme, finanzielle Pleiten – Erwin Kostedde, der erste schwarze deutsche Nationalspieler, blickt auf ein aufregendes und sehr tragisches Leben zurück. Richtig glücklich fühlte er sich nur auf dem Platz, beim Fußball. Da konnte er alles vergessen, er selbst sein. Alexander Heflik hat ihn über viele Jahre begleitet und legt nun ein sensibles Porträt vor.

Neuerscheinung des Monats


Eine Sammlung von essayistischen Texten, die empowern, schmerzen und sich manchmal auch nicht ganz Ernst nehmen. Lesenswert sind sie allemal und sie machen verschiedene Angebote für einen ersten aber auch vertiefenden Zugang zur Theorie-Ebene von Antimuslimischem Rassismus, der allen empfohlen ist, die Lust haben mehr über dieses Thema nachzudenken.

Graphic Novel des Monats


Im März vor zehn Jahren begann der Bürgerkrieg in Syrien und noch immer ist kein Ende abzusehen. Der in Damaskus geborene Maler und Illustrator Hamid Sulaiman hat bereits vor fünf Jahren mit dieser Graphic Novel eine vorläufige Bilanz gezogen, die noch heute erschüttert und aufrüttelt. In ausdrucksstarkem Schwarz-Weiß macht er die menschlichen Seiten der syrischen Wirklichkeit unmittelbar sichtbar.

Dystopie des Monats


Egal ob als Buch, Graphic Novel oder TV-Serie, Magret Atwoods Klassiker ‚The Handmaid’s Tale‘ hat auch gut 35 Jahre nach seiner Veröffentlichung nicht an Aktualität verloren und ist nach wie vor eine der herausragenden fiktionalen Auseinandersetzungen mit totalitären, patriarchalen Gesellschaftssystemen. Provokant. Erschreckend. Prophetisch.

Serie des Monats


Die türkische Serie Bir Başkadır – Acht Menschen in Istanbul ist unsere Serie des Monats. Dass die Türkei mehr ist als sein Staatsoberhaupt, zeigt diese achtteilige Serienproduktion, die acht Menschen verschiedener Schichten durch ihren ungeglätteten Alltag in und um Istanbul begleitet. Die Serie wird seit ihrer Ausstrahlung kontrovers diskutiert, vielleicht auch, weil sie sich mit offenen Wunden einer von starken Umwälzugen betroffenen Gesellschaft auseinandersetzt und ihre Figuren darüber ins Gespräch kommen läßt. Sehr sehenswert.

Buch der Woche


Nicht nur für Fans von Kurzgeschichten lohnt sich ein Blick in dieses bemerkenswerte Debüt von Deesha Philyaw.

„Stunning. . . Philyaw’s stories are addictive while also laying bare the depth and vulnerability of Black women.“
Observer
„Beautifully crafted. A lovely collection.“
Roxane Gay, author of Bad Feminist