Buch des Monats


Zwar ist Sexismus spätestens seit #Aufschrei und #MeToo wieder in aller Munde. Doch meistens wird bloß hitzig aneinander vorbei diskutiert statt auf der Grundlage von Wissen zu diskutieren. Susan Arndt versteht Sexismus als umfassendes Denk- und Herrschaftssystem. In ihrem grundlegenden Buch beschreibt sie sowohl seine Geschichte als auch, wie er sich bis heute äußert.

Buch des Monats


Zuhause ist nichts Gegebenes mehr, sondern ein Ort, zu dem wir suchend aufbrechen. Was ist unser Zuhause? Für viele Menschen ist es heute nicht mehr der Ort ihrer Herkunft – doch wo gehören wir hin? Dieser Frage geht Daniel Schreiber in seinem persönlichen Essay nach. Ein lesenswerter Text über eine kollektive Sehnsucht.

Buch des Monats


Die französisch-marokkanische Autorin Leila Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. ‚Das Land der Anderen‘ ist der Auftakt einer Romantrilogie, die auf der Geschichte ihrer Familie beruht. Ein großer Gesellschaftsroman über den alltäglichen Rassismus der französischen Kolonialgesellschaft, in der eine Ehe zwischen einem Araber und einer Französin nicht vorgesehen ist.

Buch des Monats


Aufkeimender, schleichender Rassismus, der sich an Äusserlichkeiten festmacht. – Kommt Euch bekannt vor? Arthur Miller beschreibt dies in seinem 1945 erstmals erschienen einzigen Roman, in dem ein Mann, nachdem er von seinem Arzt eine Brille verschrieben bekommt, von seinen Mitmenschen angefeindet wird, da er in ihren Augen nun ‚irgendwie jüdisch‘ aussieht. Eine wichtige Wiederentdeckung mit Weitsicht und aktueller Relevanz.

Buch des Monats


Vom Sklavenwiderstand bis zum Jiu-Jitsu der Suffragetten, vom Aufstand im Warschauer Ghetto bis zu den Black Panthers und den Queer-Patrouillen zeichnet Elsa Dorlin in ihrem preisgekrönten Buch eine Genealogie der politischen Selbstverteidigung nach.

„Die ist eines jener Bücher, die Sie ein Leben lang begleiten werden.“ Le Monde

Buch des Monats


bell hooks erforscht die Welt von Männern und Männlichkeit, um ihren Bedürfnissen und Verletzlichkeiten nachzuspüren, einschließlich der Angst vor Intimität und dem Verlust ihres vom patriarchalen System geprägten Platzes in der Gesellschaft. Ein mutiger und wegweisender Text – die Wiederentdeckung einer großen Autorin.

Buch des Monats


‚You can’t easily fit women into a structure that is already coded as male; you have to change the structure.‘ Die Historikerin und Intellektuelle Mary Beard zeigt, wie Frauenfeindlichkeit funktioniert und warum sie sich so hartnäckig hält.

Film des Monats


Wie geht man in der chinesischen Gesellschaft mit Familienmitgliedern um, die schwer erkranken und unheilbar krank sind? Das thematisiert der Film ‚The Farewell‘ von Lulu Wang. Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt sie von einer chinesischen Multigenerationen-Familie, die in den USA, China und Japan zu Hause ist und die Information von der Krebserkrankung der Großmutter erhält. Ein Film über das Verschweigen und den Wunsch dieses zu überwinden, der nie kitschig und dabei immer bewegend und auch komisch bleibt. Mit einem fantastischen Ensemble und einer interessanten Reflexion über Leben, Tod und Familie.

Buch der Woche


‚Und wo kommst du eigentlich her?‘ Viele schwarze Europäer kennen diese Frage, denn in den Köpfen mancher ist das noch immer ein Gegensatz – schwarz sein und Europäer sein. Dabei gibt es längst eine gelebte afropäische Kultur. Um sie zu erkunden, bereist Johny Pitts die Metropolen des Kontinents. Meisterhaft verknüpft Pitts Reportage und literarischen Essay zu einem zeitgenössischen Portrait eines Weltteils auf der Suche nach seiner postkolonialen Identität.