Graphic Novel des Monats


Im März vor zehn Jahren begann der Bürgerkrieg in Syrien und noch immer ist kein Ende abzusehen. Der in Damaskus geborene Maler und Illustrator Hamid Sulaiman hat bereits vor fünf Jahren mit dieser Graphic Novel eine vorläufige Bilanz gezogen, die noch heute erschüttert und aufrüttelt. In ausdrucksstarkem Schwarz-Weiß macht er die menschlichen Seiten der syrischen Wirklichkeit unmittelbar sichtbar.

Dystopie des Monats


Egal ob als Buch, Graphic Novel oder TV-Serie, Magret Atwoods Klassiker ‚The Handmaid’s Tale‘ hat auch gut 35 Jahre nach seiner Veröffentlichung nicht an Aktualität verloren und ist nach wie vor eine der herausragenden fiktionalen Auseinandersetzungen mit totalitären, patriarchalen Gesellschaftssystemen. Provokant. Erschreckend. Prophetisch.

Serie des Monats


Die türkische Serie Bir Başkadır – Acht Menschen in Istanbul ist unsere Serie des Monats. Dass die Türkei mehr ist als sein Staatsoberhaupt, zeigt diese achtteilige Serienproduktion, die acht Menschen verschiedener Schichten durch ihren ungeglätteten Alltag in und um Istanbul begleitet. Die Serie wird seit ihrer Ausstrahlung kontrovers diskutiert, vielleicht auch, weil sie sich mit offenen Wunden einer von starken Umwälzugen betroffenen Gesellschaft auseinandersetzt und ihre Figuren darüber ins Gespräch kommen läßt. Sehr sehenswert.

Buch der Woche


Nicht nur für Fans von Kurzgeschichten lohnt sich ein Blick in dieses bemerkenswerte Debüt von Deesha Philyaw.

„Stunning. . . Philyaw’s stories are addictive while also laying bare the depth and vulnerability of Black women.“
Observer
„Beautifully crafted. A lovely collection.“
Roxane Gay, author of Bad Feminist

Film der Woche


Dieser Film rückt die Lebenswelt Geflüchteter in den Armenvierteln Beiruts in den Fokus. Im Mittelpunkt steht der 12-jährige Zain, aus Syrien geflüchtet, ohne Papiere in Beirut aufgewachsen und eigentlich ohne Chance auf ein lebenswürdges Leben. Aber Zain stemmt sich gegen diese Ungerechtigkeiten, die Kinder wie er von Erwachsenen und somit von der ganzen Gesellschaft erfahren müssen und gibt damit denen eine Stimme, die im Schatten leben. Besetzt mit fantastischen Laien-Darstellern entwickelt dieser Film über ein System von Ausbeutung und Ungerechtigkeit eine emotionale Kraft wie man es nur ganz selten im Kino erlebt. Absolut empfehlenswert!

Neue Folge


Hört ab sofort die neue Folge ‚Über den Umgang mit der eigenen Kolonialgeschichte‘ nach. Ein Gespräch mit Jona Krützfeld und Max Wegener von der AG Postkolonial.

Die Folge findet ihr wie immer in der Rubrik ‚Sendungen‘.