Archiv für November 2012

Mitte im Umbruch: Neue Studie zu rechtsextremen Einstellungen   Leave a comment


Radio Zwischenraum war in der vergangenen Sendung vom 27.11.12 mit Anja Treichel vom Verband binationaler Partnerschaften und Familien im Gespräch über die im November veröffentlichte Studie „Die Mitte im Umbruch“ der Friedrich-Ebert-Stiftung:

seit Jahren weist diese anhand eindeutiger empirischer Befunde darauf hin, dass rechtsextremes Denken in Deutschland kein „Randproblem“, sondern eines der Mitte der Gesellschaft ist. Die seit 2006 im Zweijahresrhythmus von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen „Mitte“-Studien“ belegen, dass rechtsextreme Haltungen in allen Teilen der Gesellschaft in erheblichem Maße anzutreffen sind und auf hohem Niveau verharren.

2012: Während die Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur abnimmt, ist Chauvinismus bundesweit bei knapp 20 % der Bevölkerung anzutreffen. Die Ausländerfeindlichkeit ist mit 25,1 % bezogen auf ganz Deutschland die am weitesten verbreitete rechtsextreme Einstellungsdimension. Der Antisemitismus ist bei rund jedem elften Deutschen manifest und findet sich zum ersten Mal bei Ostdeutschen häufiger als bei Westdeutschen. Schien die Verharmlosung des Nationalsozialismus bisher vor allem ein Problem in Westdeutschland, ist sie nun ebenfalls im Osten deutlicher ausgeprägt. Wer mehr zu den aktuellen Ergebnissen wissen möchte kann in unsere Sendung hinein hören oder weiterlesen.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Friedrich-Ebert-Stiftung

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Die Sendung steht hier zum Download bereit.

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Ein Ramadankalenderbuch von Anna Sabel und neues psychologisches Beraterhandbuch für Paare und Familien   Leave a comment


„Das große Fasten und das kleine Fest - Ein Ramadankalenderbuch“

„Das große Fasten und das kleine Fest – Ein Ramadankalenderbuch“ von Anna Sabel

In der ersten November-Hörfunkausgabe von Radio Zwischenraum begrüßten wir Anna Sabel mit Ihrer anderthalbjärhigen Tochter bei uns im Studio.

Anna ist Autorin, engagiert sich beim Verband binationaler Familien und Partnerschaften und hat gerade das Manuskript zu ihrem interreligiösen Kinderbuch „Das große Fasten und das kleine Fest – Ein Ramadankalenderbuch“ fertiggestellt. Mit ihr sprachen wir über kulturell und religiös einseitige Inhalte und Ästhetik in Kinderliteratur. Zudem las sie aus ihrem Werk vor.

Zu dem Buch: „Yunus, 8 Jahre, ist ein typisch deutsches Kind. Seine Großeltern väterlicherseits sind türkische Migranten und Muslime. Seine Großeltern mütterlicherseits sind mehrheitsdeutsche Christen. Seine Eltern sind weltoffen und wenig religiös. Yunus selbst ist fasziniert von religiösen Geschichten und Bräuchen beider Wurzeln. In diesem Ramadan, in dem wir den kleinen Ich-Erzähler begleiten, ist er ausgesprochen muslimisch, auf die neugierige, fantasievolle und inbrünstige Art der Kinder. Er verzichtet auf Süßigkeiten, so gut er kann, er ist großzügig, so gut er kann, er beschäftigt sich mit dem Koran, so gut er kann. Letztlich erlebt er dreißig reiche Fastentage, voller Missgeschicken, Lügenmärchen und Wunder.“

Neues Beraterhandbuch vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften

Psychologische Beratung bikultureller Paare und Familien

Im letzten Teil der Sendung stellten wir das neu erschienene Beraterhandbuch „Psychologische Beratung bikultureller Paare und Familien“ vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften vor. Das Buch, erschienen beim Verlag Brandes & Apsel, gibt eine sehr lebendige Schau auf die Besonderheit von Beratung im mehrkulturellen Kontext durch seine Klienten – und Paarporträts, Beratungsverläufe und spannenden Expertenrunden.

An verschiedenen Beispielen wird hier die Vielfalt und Komplexität von bikulturellen Paarkonstellationen aufgezeigt. Es liefert trotz seiner Einstiegshilfen in Gespräche, Methodenvielfalt, Fragetechniken, Reflexionen und nützlichen Hinweisen zu Fallstricken in der Beratung keine groben Gebrauchsanweisungen. Im Gegenteil: das Buch verlangt hohe Ich-Reflexivität und die Beschäftigung mit den eigenen Stereotypen. Besonders interessant auch der Exkurs ins „Ethnic Matching“, der die Chancen und Risiken eines Beraters mit Migrationshintergrund unter die Lupe nimmt. Sehr hilfreich für alle, die in der Beratungspraxis stehen oder sich mit interkulturellen Themen in der Sozialen Arbeit beschäftigen.

Die Sendung ist hier zum Download verfügbar.

Das Projekt “Books on Air” und Lyrik von Galsan Tschinag   Leave a comment


Siri Pahnke von "Books on Air" bei Zwischenraum

Siri Pahnke von „Books on Air“ bei Zwischenraum

In unserer heutigen Ausgabe von Zwischenraum haben wir Siri Pahnke als Gast bei uns im Studio gehabt. Siri ist Teil des Teams, welches das mehrsprachige Projekt „Books on Air“ initiiert hat.

Vor kurzem ist  das Projekt „Books on Air“ im Rahmen der „Interkulturellen Wochen“ gestartet und möchte sowohl als Plattform für den Austausch von fremdsprachigen Büchern dienen, als auch Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte die Möglichkeit eröffnen miteinander in Kontakt zu treten. Wie die Idee zu dem Projekt entstanden ist, welche Ziele das Projekt noch verfolgt und wie es damit in Zukunft weiter gehen soll erfahrt ihr in der Sendung.

Galsan Tschinag und eine Leserin

Galsan Tschinag in Leipzig

Im zweiten Teil werdet Ihr eine Auswahl von Auszügen der neulich stattgefundenen Lyriklesung des berühmten deutschsprachigen Autors Galsan Tschinag zu hören bekommen.

Zur Eröffnung der neu sanierten Stadtbibliothek kam Galsan Tschinag nach Leipzig,  wo er in den 60`ern Germanistik studierte.  Als Botschafter und Oberhaupt der Tuwa, einem nomadischen Volk aus den Altaibergen in der Mongolei, engagiert er sich zudem seit vielen vielen  Jahren für das Fortbestehen der nomadischen Lebensweise und aktuell für die Aufforstung der Steppe durch eine Millionen Bäume. Im persönlichen Gespräch konnte Zwischenraum mehr über seine Gedanken- und Glaubenswelt in Erfahrung bringen.

Die Sendung ist hier zum Download verfügbar.

Aus versprochenem Anlass steht die wundervolle Lesung von Galsan Tschinag auch zum Nachhören für Interessierte online zur Verfügung. Wir hoffen hiermit auch auf die Herzensaufgaben des Fördervereines Mongolei e.V. im Namen Galsan Tschinag`s aufmerksam machen zu können.

Galsan Tschinag und die Chefin

Galsan Tschinag und Wilma Brüggemann

Ganz herzlicher Dank gilt dabei Wilma Brüggemann, Vorsitzende des Fördervereins Mongolei e.V..

Die Lesung ist hier zum Download verfügbar.